Sommer 2010

…ist schon vorüber…
den faden hab ich in dieser zeit nicht verloren, allerdings macht die muse dieses blogs nach wie vor urlaub auf minicoy – nicht zu verdenken – allerdings bleibt mir demnach nichts anderes übrig, als einige sommerprojekte hier in kürze einfach zu sliden:

haltbare dehnübung

…platz schaffen lautet das gebot – hosentaschen gibt es nicht mehr wie sand am meer – statt in sweatstoff gepackt – wird das vorderteil gedehnt und verbirgt zudem praktische taschen, die einseitigerweise die dehnung zu tage tragen und dem recycletem stoff aus massenproduktion die chance bieten, den betonten abschluss an allen enden zu bilden…

HIP-BAG III

kaschiert, nicht (klein-)kariert, sehr versiert, kongruiert mit nichts und niemanden, sondern variiert ganz einfach
… und maschiert mit dir auf schritt und tritt…

…und würde sich als massenprodukt eigentlich genaugenommen ganz gut eignen…walle, walle, manche strecke,….

gutes karma

abgetragen müllt es jeglichen stauraum zu – entsorgt & verarbeitet zeigt es sich in neuer gesellschaft und fühlt sich in neuer gestalt sehr wohl – gutes karma eben…

…es gibt bereits genügend abgetragenes, das sich gerne auf ein neues rendevouz einlässt…

gestript

kein band auf erden würde es diesem gleichtun – festgenagelt an der schulter wird es in engen schleifen platziert um sich am ballonierten ende irritiert zurückzuformen
ärmel sind ohne be-zugslängen am ende geschuppt und geben dem oberteil die verdiente bewegungsfreiheit
der figurbetonte teil des oberteils stellt bei jeglicher kampfsportart auf stur und vermutlich verbinden sich oben und unten aus diesem grund nur unter faltiertem bemühen

kulturgut

mit den gedanken in irland verweilt das necessaire derweil unter kulturgebeutelten genossen & nimmt es mit großzügigem fassungsvermögen

be-stückt

…bevor es den neu erstandenen textilien an den kragen geht, kommen beliebte ladenhüter an die reihe…

…für stimmungsschwankende gemüter sorgt das wandlungsfähige ding für abwechslung und schafft zudem raum für glückliche baby-bäuche…

frühlinge

…das frühlingsgefühl kommt auch an nüchternen flaschen nicht vorbei

…und das gesteigerte verlangen nach mehr [meer] macht sich breit…

verwandlung besiegt einfachheit

oder so ähnlich…

…ein stück aus cut erprobt und der raren menge stoffgeflecht entnommen (an alle textilisierten händler: es steht eine große einkaufstour bevor!!!) …die überraschung: es formiert sich ständig neu und lässt sich so gar nicht auf die einfachheit reduzieren, sondern präsentiert viele teile des stücks… sodann hab ich die arbeit bereits fortgesetzt und überlasse der form die farb- und konturwiedergabe… (= fortsetzung folgt!!!)

aufputz

Der nicht-einfachheit-halber verdeckt der aufputz ein viertel der glänzenden fadesse und entzieht sich zweiseitig der fixierung, um einblicke vorzutäuschen, die sich in wiederholung verlieren

balken

um des balkens anbetracht zu entgehen wurde die reisverschluss-verordnung kurzerhand ausser kraft gesetzt – und der anderen richtung verwiesen, soweit es diese gibt – denn ordnungsweisend sollte hier auf keinen fall etwas sein!

und irgendwann siegt element wasser (siemens, baujahr 1991) und lässt die beiden farben verschwimmen um das relief zu tage zu tragen

handgepäck

Ikeanische couchpanier verwandelt sich in männliches handgepäcksstück

geht dich gar nix an!

…keiner deiner mitpassagiere hebt künftig eine braue, nachdem er stirnrunzelnd titel und autor entziffert hat und kann sich absofort wieder rocklängen und geputzten pantoffeln widmen…

…ein letzter scan…

…und hier das stoffliche, das alle schundromane gut umhüllt…

more sorrow-eater

…ja leider – ich habe die schwierige aufgabe hier und jetzt  zu verkünden, dass es nach wie vor zu viele sorgen hier und dort gibt – also wirft mother’s daughter weitere sorgenfresser raus, um die welt nicht vor sorge in sorge stehen zu lassen…

gezogen

ird ein gelber streifen im entstehen, um sich in der präsentationsphase wieder zusammenzuziehen und rote zacken auf sich spielen lässt…

cherry moments

ohne lautem tööröö wärmt das kirschkernsackerl und vertreibt nicht nur wehs jeglicher art, sondern findet auch gesellschaft in notgefallenen alleinunterhaltungsveranstaltungen jüngerer mini-menschen

nicht graues im grauen

die flexible graue tasche ist ein gutes versteck für bunte kitsch-begleiter…

…deckt sich im herbst wunderbar mit dem himmel und kann zu winterszeit ruhen, bis die feuchtfröhliche silvesterzeit langsam wieder in den sommer rutscht…

tell me your sorrow

…und ich fresse sie für dich auf

ringelreia

rot und gelb ziehen gemeinsam die horizontale linie – rot wagt sich über die schlaufe auch in die vertikale und nähert sich dem erdkern – da verblasst sogar menschliches und stoffliches – die sich allerdings in diesem ensemble gerne unentwegt drehen

 

HIP-BAG II

[ZU ENGL. H I P = HÜFTE
UND ENGL. BAG = TASCHE]

WIE DER NAME SAGT, WIRD DIE KLEINE TASCHE UM DIE HÜFTE GETRAGEN, UM DEN MOBILEN KIDS, DIE MIT INLINESKATES, SKATEBOARDS ODER RÄDERN UNTERWEGS SIND, VIEL BEWEGUNGSSPIELRAUM EINZURÄUMEN.

ALS UTENSIL DER FUNCTIONAL WEAR WERDEN HIP-BAGS AUCH IM ALLTAG GENUTZT.

DAS HANDY HAT IN DER TASCHE GENAUSO PLATZ WIE DER ORGANISER ODER DAS MAKE-UP.

ENTSCHEIDEND IST, WIE UND WO MAN DIE HIP-BAG PLATZIERT.
AM LÄSSIGSTEN KOMMT DAS DING, DA SIND SICH DIE SZENEEXPERTEN EINIG, ÜBER DEM HINTERN.*

*DUDEN – Wörter buch der Szenesprachen

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